10 Jahre Brexit: Hoffnung für Kunst und Kultur?
28.–29.10.2026

Konferenz

Die Konferenz der Europäischen Allianz der Akademien beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Brexit-Referendums 2016 und bringt führende Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft aus ganz Europa und dem Vereinigten Königreich zusammen.

Mit Esther Kinsky, Manos Tsangaris, Baroness Thangam Debbonaire, Marina Warner, Bruno Serralongue, Cécile Wajsbrot, Rana Dasgupta u. a.

Frontalansicht des All Souls College in Oxford
All Souls College, Oxford
© Jonas Magnus Lystad

2026 jährt sich das Referendum des Vereinigten Königreichs über den Austritt aus der Europäischen Union zum zehnten Mal. Ein Jahrzehnt, geprägt von politischen und kulturellen Umbrüchen, kriegerischen Auseinandersetzungen und dem langsamen Zerfall jener Verbindungen, die das kreative und intellektuelle Leben auf dem gesamten Kontinent getragen hatten. Die Folgen sind weder abstrakt noch begrenzt: Sie trafen Künstler*innen, Pädagog*innen, Studierende und Kulturschaffende auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Musiker*innen, bildende Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Filmemacher*innen sehen sich mit erheblichen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer Möglichkeiten zur Zusammenarbeit konfrontiert; Studierende genießen keinen freien Zugang mehr zu grenzüberschreitender Bildung; und Kunstinstitutionen auf beiden Seiten mussten miterleben, wie die Netzwerke und Partnerschaften, auf die sie angewiesen sind, erheblich geschrumpft sind.

Die Konferenz der Europäischen Allianz der Akademien bringt Kunst- und Kulturschaffende, Rechtsexpert*innen und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen aus ganz Europa und dem Vereinigten Königreich zusammen – Stimmen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Verlagswesen, Museumsarbeit, Darstellende Künste und Menschenrecht, um Bilanz über das Verlorene zu ziehen, um zu benennen, was weiterhin Schaden nimmt, und vor allem, um sich vorzustellen, was wieder aufgebaut werden kann. Die Tagung soll nicht nur der Trauer gewidmet sein, sondern auch praktischen Zielen und der gemeinsamen Lösungsfindung dienen: ein Raum für eine ehrliche Auseinandersetzung, kreativen Austausch und die Entstehung neuer solidarischer Zusammenarbeit.

Teil des Programms werden im Rahmen des von der EU geförderten Projekts Re:Create Europe live gestreamt.

Die Veranstaltung findet im All Souls College und im Mansfield College in Oxford, Großbritannien, statt.

Eine Veranstaltung der Europäischen Allianz der Akademien

Organisiert von

In Kooperation mit

Mit Beteiligung des EU-geförderten Projekts